Seit Montag morgen bin ich jetzt in Airlie Beach :)
Die Busfahrt, die die ganze Nacht gedauert hat, kam mir gar nicht so lang vor, weil ich die meiste Zeit davon verschlafen habe, wenn auch so unbequem, wie noch nie.
Man muss sich mal vorstellen: Die Strecke von Agnes Water nach Airlie Beach ist genauso lang, wie die von Ingolstadt bis Hamburg - man durchquert also in der gleichen Zeit ganz Deutschland, in der man von einem sehenswerten kleinen Kaff an der australischen Kueste bis zum naechsten kommt :D
Das Wort Entfernung bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
Jedenfalls sind wir morgens um 7 in Airlie Beach angekommen und waren natuerlich zu frueh dran, um in unser gehen Zimmer zu koennen, weil die Leute dort erst auschecken mussten.
Wir haben also unser Gepaeck abgegeben und haben erstmal den Ort ein bisschen erkundet.
Airlie Beach ist ein kleines Oertchen an einer Bucht, in dem es ganz viele Cafés, Souvenirlaeden, Einkaufspassagen und Kneipen gibt. Es ist sehr auf Tourismus ausgelegt, weil von hier aus taeglich unzaehlige Segelbote, Katamarane und andere Boote zu den Whitsunday Islands starten.
Ausserdem sind hier seeeehr viele Backpacker und junge Leute unterwegs.
Nachdem wir bummeln und einkaufen waren, haben wir uns mit Anna getroffen, die mit mir zusammen nach Australien geflogen ist und im Moment in Airlie Beach kellnert.
Wir waren an der Lagune, einer Art kuenstlicher Schwimmlandschaft direkt am Strand.
Hier geht man naemlich nicht ins Meer, weil direkt vor der Kueste der Yachthafen ist. Ausserdem hat hier bereits die Quallensaison begonnen.
Das heisst, man kann an einigen Stellen nur noch mit sogennanten Stingersuits , einer Art Neoprenanzug, schwimmen gehen, wenn man nicht von gifitgen Quallen gepiekst werden moechte.
Solche Anzuege kriegen wir auch auf unserer Segeltour, wenn wir schnorcheln gehen.
Von unserem Balkon aus kann man direkt auf die Palmen am Strand gucken, wenn wir fruehstueken :)
Am naechsten Tag sind wir mit Annas Campervan zu einem Wasserfall hier in der Naehe gefahren.
Schon allein die Autofahrt dort hin war spannend, weil die Landschaft hier so toll aussieht.
Nach ungefaehr einer halben Stunde kamen wir dann am Wasserfall an.
Nur leider hat das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht - es ist im Moment naemlich zu trocken und deshalb tropfen nur einzelne kleine Troepfchen den Fels herunter :D
Unterhalb des Abgrundes hat sich ein relativ tiefer See gebildet, der normalerweise in einen Bachlauf uebergeht und den Berg herunterlaeuft.
Trotzdem war die Landschaft dort beeindruckend und man konnte den Felsen an der Seite hochklettern und von oben auf das Tal schauen.
Im See waren ganz viele tellergrosse Wasserschildkroeten und kleine Fische; am Rand haben grosse Warane in der Sonne gelegen und ich habe einen total niedlichen blauen Vogel (den Kingfisher) gesehen, der im See Fische gefangen hat.
| Der war riiiiiesig und ich bin fast draufgetreten, weil ich ihn erst nicht gesehen habe :D |
| Unmissverstaendliche Bildsprache :D |
Nachdem wir ein paar Stunden am Wasser verbracht haben, wollten wir uns auf den Heimweg machen und haben erstmal einen kleinen Schock bekommen.
Annas 30 Jahre alter Bus ist naemlich nicht mehr angesprungen :D
Nachdem wir dann nach einigen Versuchen einen Mann, der in der Naehe geparkt hat, um Hilfe gebeten haben, hat er erstmal sein Werkzeugkoefferchen gezueckt und irgendwo herumgeschraubt - und dann lief das Auto wieder :D
In Australien muss man sich eigentlich nie Gedanken machen, wenn man irgendein Problem hat, weil alle so hilfsbereit sind.
Abends waren wir dann noch einen Cocktail trinken und sind dann ins Bett gegangen.
Heute morgen haben wir schon ausggecheckt und unsere Tasche fuer den Ausflug gepackt.
Ich freue mich schon total aufs Schorcheln und auf die Inseln - ich habe mir sogar extra fuer 20$ eine Unterwasserkamera gekauft und hoffe, dass die einigermassen etwas taugt :D
Es folgen dann ab Freitag hoffentlich wunderschoene Fotos von Unter- und Ueberwasserwelt :)

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