Also ganz von vorne:
Am Mittwoch mittag sind wir die Promenade entlang bis zum Yachthafen von Airlie Beach gelaufen und haben dort unsere Gruppe und die Segelcrew am Pier getroffen.
Nachdem wir uns alle gemeldet hatten, ging es direkt den ewig langen Steg an riesigen Yachten und Segelbooten vorbei bis zu unserem Segelboot, der Habibi.
Das Boot ist 18 Meter lang, hat einige Schlafkabinen und winzige Klos unter Deck, eine Fahrerkabine, einen ueberdachten Essbereich mit Grill am Ende des Boots und vorne Baenke zum sonnen und liegen. Die "Dusche" ist ein Wasserschlauch mit Spritzaufsatz auf Deck - geduscht wurde also eher provisorisch, um wenigstens das Salzwasser abzuspuelen :D
Unsere Crew bestand aus einem Kapitaen und zwei Jungs, die das Essen und die Ausfluege organisiert haben. Alle 3 waren total nett, lustig und unglaublich entspannt australisch :D
Um 2 Uhr haben wir die Anker gelichtet und sind zwischen den vielen kleinen Inseln, die zusammengefasst Whitsunday Islands heissen, hindurch gefahren.
Wenn der Wind guenstig war, hat der Kapitaen den Motor ausgemacht und die Jungs haben die Segel gehisst. Das war total schoen.
Ich musste mich anfangs nur daran gewoehnen, dass es die ganze Zeit schwankt und habe mich oft auf den Horizont konzentriert, damit mir nicht flau im Magen wurde :D
Nachdem die Sonne untergegangen war, kamen wir an der Insel an, die fuer ihren schneeweissen, 7km langen Sandstrand beruehmt ist, der Whitehaven Beach.
Da es aber schon stockdunkel war, hat man ihn nicht erkennen koennen, als wir dort geanktert haben.
Es gab an diesem Abend dann leckeres Barbecue mit Wuerstchen, Steaks und jeder Menge Salate.
Wir haben alle noch lange zusammengesessen, uns unterhalten und die Sterne beobachtet.
Wenn man vom Meer aus die Sterne betrachtet, sieht man wirklich viiiiiel mehr Sterne als sonst! Der ganze Himmel war voll von Sternen und es gab kaum einen dunklen Fleck. So einen schoenen Nachthimmel habe ich noch nie gesehen; man hat das Meer rauschen hoeren und richtig Gaensehaut bekommen :)
Unsere Gruppe bestand aus 18 jungen Leuten, von denen ueber die Haelfte Englaender waren; ein Hollaender, zwei Argentinier, zwei Oesterreicherinnen und wir zwei Deutschen.
Wir haben uns super verstanden und jede Menge gelacht.
Als ich dann spaet abends ins Bett bin, fand ich es erstmal schwer, einzuschlafen, weil mich das Schwanken so gestoert hat. Irgendwann hat es aber dann doch geklappt und ich habe wie ein Stein bis zum naechsten Morgen geeschlafen, an dem wir schon um 6:30 aufstehen mussten, um viel vom Tag zu haben.
Es gab Toast mit Aufstrichen, Cornflakes, Obst und Tee und Kaffee zum Fruehstueck und die Sonne hat bereits vom Himmel gestrahlt.
Als ich an Deck kam, war ich erstmal total beeindruckt von der Aussicht:
Wir lagen direkt im tuerkisblauen klaren Wasser vor dem weissen Sandstrand der Insel, auf der mit Regenwald bedeckte Huegel waren. Es sah wirklich aus, wie in der Raffaelo-Werbung :D
Nach dem Fruehstueck sind wir dann mit dem kleinen Schlauchboot mit Motor zum Strand gebracht worden, wo wir 3 einhalb Stunden Zeit hatten, um die Insel und den Strand zu erkunden, zu baden und natuerlich viiiiiiiele Fotos zu machen :)
Der Sand hat sich angefuehlt wie Mehl, weil er so fein und weiss ist - es war einfach unglaublich perfekt und zu schoen, um wahr zu sein :)
Nachdem uns das Schlauchboot wieder zurueck zur Habibi gebracht hat, sind wir um die Insel gesegelt, um zu einem Schnorchelpunkt zu fahren.
Dort haben wir die schon erwaehnten Stingersuits gegen die Quallen bekommen, eine Taucherbrille mit Schnorchel und Flossen, um ins Wasser zu gehen, wo das Korallenriff beginnt.
Die Jungs haben Toast ins Wasser geworfen, um die Fische anzulocken und nach einer Minute war das Wasser dann auch schon voll mit riesigen Fischen, die nach dem Brot geschnappt haben.
Ich bin dann als letzte ins Wasser gegangen und durch den Schwarm durchgeschwommen, was sich total eklig glitschg angefuehlt hat, weil die riesigen Fische an meinem Koerper entlang gestreift sind :D
Deswegen habe ich mich auch total unwohl gefuehlt und dadurch viel zu schnell durch den Schnorchel geatmet und keine Luft bekommen. Ich bin dann zurueck aufs Schlauchboot geklettert, um mal durchzuatmen und den Fischen zu entkommen :D
Von dort aus hat Ryan, einer der Bootscrew, eine Scheibe Toast ins Wasser gehalten, damit ich die Fische vom Boot aus sehe. Als er die Hand ueber dem Wasser hatte, ist ein riesengrosser ca 1 1/2 Meter grosser schwarzer Fisch hochgesprungen und hat ihm in die Hand gebissen, um den Toast zu kriegen.
Sein Finger hat dann total geblutet und ich hatte erst recht Schiss, wieder zu den Viechern ins Wasser zu gehen :D
Er hat mir zwar versichert, dass das das erste Mal sei, dass so etwas passiert, aber ich bin dann auf dem Schlauchboot geblieben und habe von dort aus das Riff mit den Korallen und Fischen angeguckt. Ich habe auch eine riesengroße Meeresschildkroete gesehen :)
Nachdem alle wieder auf der Habibi zurueckwaren, ging es weiter zum naechsten Ausgangspunkt fuers Schnorcheln, wo es erstmal Mittagessen gab.
Beim Schnorcheln bin ich dann wieder mit dem kleinen Boot mitgefahren.
Dann sind wir weitergesegelt in eine Bucht, wo wir geankert und zu Abend gegessen haben.
Diesmal gab es Pasta und Salat und wir haben wieder lange zusammengesessen und Spiele gespielt.
Der Sonnenuntergang, den wir von dort aus beobachten konnten, war wuuuuunderschoen.
Am naechsten Morgen ging es wieder frueh los mit Fruehstueck und wer wollte, konnte noch einmal Schnorcheln gehen.
Dann ging es den ganzen Mittag Richtung Airlie Beach zurueck. Wir konnten die kompletten Fahrt segeln, weil es so windig war. Zum Glueck hatte ich mich nach dem ersten Tag ans Schwanken gewoehnt. Auf halber Strecke haben wir einen Delphin gesehen, der neben dem Boot hergesprungen ist, das war so faszinierend :)
Spaeter haben wir wieder zwei riesige Schildkroeten gesichtet und einen Seeadler, den die Jungs mit Fleisch angelockt haben. Er ist bis zum Mast heruntergeflogen und hat das Fleisch in der Luft gefangen!
Mittags kamen wir dann im Yachthafen an und waren alle traurig, das Boot verlassen zu muessen.
Wir haben uns aber alle fuer den Abend in einer Bar in Airlie verabredet, wo es fuer uns umsonst Pizza gab, um uns voneinander zu verabschieden und den Trip ausklingen zu lassen.
Insgesamt war der Segeltrip eine wunderschoene Erfahrung, sowohl was die Aussicht auf das tuerkisblaues Wasser und die Inseln; die Tiere aber auch die Gruppe und das Wohnen auf einem Schiff angeht.
Es war entspannend anders, mal 3 Tage ohne Strom, Handyempfang und Spiegel/Bad zu leben. Selbst die Tatsache, dass ich nicht viel schnorcheln war war nicht schlimm, weil man alles vom kleinen Boot aus beobachten konnte.
Einfach alles an der Tour hat total Spass gemacht und ich bin froh, so etwas schoenes erlebt zu haben! :)
In Airlie Beach bin ich jetzt seit 2 Tagen wieder im gleichen Hostel.
Heute bin ich mit Anna nochmal einen Wanderweg am Strand entlang zum einkaufen gelaufen, wofuer wir hin und zurueck zwei Stunden gebraucht haben, was sich aber gelohnt hat, weil man eine wunderschoene Aussicht hat.
Morgen frueh fahre ich mit dem deutschen Maedchen weiter nach Townsville, was etwa 3 Stunden die Kueste hoch liegt.
Ich habe jetzt probiert, schnell ein paar Bilder hochzuladen, sie werden mir aber nicht angezeigt - keine Ahnung, obs geklappt hat ! :D





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