Samstag, 20. Oktober 2012

Whitsunday Islands :)

Ich habe wieder festen Boden unter den Fuessen :)

Also ganz von vorne:
Am Mittwoch mittag sind wir die Promenade entlang bis zum Yachthafen von Airlie Beach gelaufen und haben dort unsere Gruppe und die Segelcrew am Pier getroffen.
Nachdem wir uns alle gemeldet hatten, ging es direkt den ewig langen Steg an riesigen Yachten und Segelbooten vorbei bis zu unserem Segelboot, der Habibi.

Das Boot ist 18 Meter lang, hat einige Schlafkabinen und winzige Klos unter Deck, eine Fahrerkabine, einen ueberdachten Essbereich mit Grill am Ende des Boots und vorne Baenke zum sonnen und liegen. Die "Dusche" ist ein Wasserschlauch mit Spritzaufsatz auf Deck - geduscht wurde also eher provisorisch, um wenigstens das Salzwasser abzuspuelen :D





Unsere Crew bestand aus einem Kapitaen und zwei Jungs, die das Essen und die Ausfluege organisiert haben. Alle 3 waren total nett, lustig und unglaublich entspannt australisch :D

Um 2 Uhr haben wir die Anker gelichtet und sind zwischen den vielen kleinen Inseln, die zusammengefasst Whitsunday Islands heissen, hindurch gefahren.
Wenn der Wind guenstig war, hat der Kapitaen den Motor ausgemacht und die Jungs haben die Segel gehisst. Das war total schoen.
Ich musste mich anfangs nur daran gewoehnen, dass es die ganze Zeit schwankt und habe mich oft auf den Horizont konzentriert, damit mir nicht flau im Magen wurde :D

Nachdem die Sonne untergegangen war, kamen wir an der Insel an, die fuer ihren schneeweissen, 7km langen Sandstrand beruehmt ist, der Whitehaven Beach.
Da es aber schon stockdunkel war, hat man ihn nicht erkennen koennen, als wir dort geanktert haben.

Es gab an diesem Abend dann leckeres Barbecue mit Wuerstchen, Steaks und jeder Menge Salate.
Wir haben alle noch lange zusammengesessen, uns unterhalten und die Sterne beobachtet.
Wenn man vom Meer aus die Sterne betrachtet, sieht man wirklich viiiiiel mehr Sterne als sonst! Der ganze Himmel war voll von Sternen und es gab kaum einen dunklen Fleck. So einen schoenen Nachthimmel habe ich noch nie gesehen; man hat das Meer rauschen hoeren und richtig Gaensehaut bekommen :)

Unsere Gruppe bestand aus 18 jungen Leuten, von denen ueber die Haelfte Englaender waren; ein Hollaender, zwei Argentinier, zwei Oesterreicherinnen und wir zwei Deutschen.
Wir haben uns super verstanden und jede Menge gelacht.



Als ich dann spaet abends ins Bett bin, fand ich es erstmal schwer, einzuschlafen, weil mich das Schwanken so gestoert hat. Irgendwann hat es aber dann doch geklappt und ich habe wie ein Stein bis zum naechsten Morgen geeschlafen, an dem wir schon um 6:30 aufstehen mussten, um viel vom Tag zu haben.

Es gab Toast mit Aufstrichen, Cornflakes, Obst und Tee und Kaffee zum Fruehstueck und die Sonne hat bereits vom Himmel gestrahlt.
Als ich an Deck kam, war ich erstmal total beeindruckt von der Aussicht:
Wir lagen direkt im tuerkisblauen klaren Wasser vor dem weissen Sandstrand der Insel, auf der mit Regenwald bedeckte Huegel waren. Es sah wirklich aus, wie in der Raffaelo-Werbung :D

Nach dem Fruehstueck sind wir dann mit dem kleinen Schlauchboot mit Motor zum Strand gebracht worden, wo wir 3 einhalb Stunden Zeit hatten, um die Insel und den Strand zu erkunden, zu baden und natuerlich viiiiiiiele Fotos zu machen :)
Der Sand hat sich angefuehlt wie Mehl, weil er so fein und weiss ist - es war einfach unglaublich perfekt und zu schoen, um wahr zu sein :)






Nachdem uns das Schlauchboot wieder zurueck zur Habibi gebracht hat, sind wir um die Insel gesegelt, um zu einem Schnorchelpunkt zu fahren.






Dort haben wir die schon erwaehnten Stingersuits gegen die Quallen bekommen, eine Taucherbrille mit Schnorchel und Flossen, um ins Wasser zu gehen, wo das Korallenriff beginnt.

Die Jungs haben Toast ins Wasser geworfen, um die Fische anzulocken und nach einer Minute war das Wasser dann auch schon voll mit riesigen Fischen, die nach dem Brot geschnappt haben.
Ich bin dann als letzte ins Wasser gegangen und durch den Schwarm durchgeschwommen, was sich total eklig glitschg angefuehlt hat, weil die riesigen Fische an meinem Koerper entlang gestreift sind :D

Deswegen habe ich mich auch total unwohl gefuehlt und dadurch viel zu schnell durch den Schnorchel geatmet und keine Luft bekommen. Ich bin dann zurueck aufs Schlauchboot geklettert, um mal durchzuatmen und den Fischen zu entkommen :D
Von dort aus hat Ryan, einer der Bootscrew, eine Scheibe Toast ins Wasser gehalten, damit ich die Fische vom Boot aus sehe. Als er die Hand ueber dem Wasser hatte, ist ein riesengrosser ca 1 1/2 Meter grosser schwarzer Fisch hochgesprungen und hat ihm in die Hand gebissen, um den Toast zu kriegen.
Sein Finger hat dann total geblutet und ich hatte erst recht Schiss, wieder zu den Viechern ins Wasser zu gehen :D

Er hat mir zwar versichert, dass das das erste Mal sei, dass so etwas passiert, aber ich bin dann auf dem Schlauchboot geblieben und habe von dort aus das Riff mit den Korallen und Fischen angeguckt. Ich habe auch eine riesengroße Meeresschildkroete gesehen :)








Nachdem alle wieder auf der Habibi zurueckwaren, ging es weiter zum naechsten Ausgangspunkt fuers Schnorcheln, wo es erstmal Mittagessen gab.
Beim Schnorcheln bin ich dann wieder mit dem kleinen Boot mitgefahren.

Dann sind wir weitergesegelt in eine Bucht, wo wir geankert und zu Abend gegessen haben.
Diesmal gab es Pasta und Salat und wir haben wieder lange zusammengesessen und Spiele gespielt.
Der Sonnenuntergang, den wir von dort aus beobachten konnten, war wuuuuunderschoen.





Am naechsten Morgen ging es wieder frueh los mit Fruehstueck und wer wollte, konnte noch einmal Schnorcheln gehen.
Dann ging es den ganzen Mittag Richtung Airlie Beach zurueck. Wir konnten die kompletten Fahrt segeln, weil es so windig war. Zum Glueck hatte ich mich nach dem ersten Tag ans Schwanken gewoehnt. Auf halber Strecke haben wir einen Delphin gesehen, der neben dem Boot hergesprungen ist, das war so faszinierend :)
Spaeter haben wir wieder zwei riesige Schildkroeten gesichtet und einen Seeadler, den die Jungs mit Fleisch angelockt haben. Er ist bis zum Mast heruntergeflogen und hat das Fleisch in der Luft gefangen!




Mittags kamen wir dann im Yachthafen an und waren alle traurig, das Boot verlassen zu muessen.
Wir haben uns aber alle fuer den Abend in einer Bar in Airlie verabredet, wo es fuer uns umsonst Pizza gab, um uns voneinander zu verabschieden und den Trip ausklingen zu lassen.

Insgesamt war der Segeltrip eine wunderschoene Erfahrung, sowohl was die Aussicht auf das tuerkisblaues Wasser und die Inseln; die Tiere aber auch die Gruppe und das Wohnen auf einem Schiff angeht.
Es war entspannend anders, mal 3 Tage ohne Strom, Handyempfang und Spiegel/Bad zu leben. Selbst die Tatsache, dass ich nicht viel schnorcheln war war nicht schlimm, weil man alles vom kleinen Boot aus beobachten konnte.
Einfach alles an der Tour hat total Spass gemacht und ich bin froh, so etwas schoenes erlebt zu haben! :)


In Airlie Beach bin ich jetzt seit 2 Tagen wieder im gleichen Hostel.
Heute bin ich mit Anna nochmal einen Wanderweg am Strand entlang zum einkaufen gelaufen, wofuer wir hin und zurueck zwei Stunden gebraucht haben, was sich aber gelohnt hat, weil man eine wunderschoene Aussicht hat.




Morgen frueh fahre ich mit dem deutschen Maedchen weiter nach Townsville, was etwa 3 Stunden die Kueste hoch liegt.




Ich habe jetzt probiert, schnell ein paar Bilder hochzuladen, sie werden mir aber nicht angezeigt - keine Ahnung, obs geklappt hat ! :D

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Airlie Beach

Sooo, in 3 Stunden geht der Whitsundays-Segeltoern los und ich habe jetzt noch kurz Zeit, ein bisschen was zu bloggen.

Seit Montag morgen bin ich jetzt in Airlie Beach :)
Die Busfahrt, die die ganze Nacht gedauert hat, kam mir gar nicht so lang vor, weil ich die meiste Zeit davon verschlafen habe, wenn auch so unbequem, wie noch nie.
Man muss sich mal vorstellen: Die Strecke von Agnes Water nach Airlie Beach ist genauso lang, wie die von Ingolstadt bis Hamburg - man durchquert also in der gleichen Zeit ganz Deutschland, in der man von einem sehenswerten kleinen Kaff an der australischen Kueste bis zum naechsten kommt :D
Das Wort Entfernung bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.




Jedenfalls sind wir morgens um 7 in Airlie Beach angekommen und waren natuerlich zu frueh dran, um in unser gehen Zimmer zu koennen, weil die Leute dort erst auschecken mussten.
Wir haben also unser Gepaeck abgegeben und haben erstmal den Ort ein bisschen erkundet.

Airlie Beach ist ein kleines Oertchen an einer Bucht, in dem es ganz viele Cafés, Souvenirlaeden, Einkaufspassagen und Kneipen gibt. Es ist sehr auf Tourismus ausgelegt, weil von hier aus taeglich unzaehlige Segelbote, Katamarane und andere Boote zu den Whitsunday Islands starten.
Ausserdem sind hier seeeehr viele Backpacker und junge Leute unterwegs.

Nachdem wir bummeln und einkaufen waren, haben wir uns mit Anna getroffen, die mit mir zusammen nach Australien geflogen ist und im Moment in Airlie Beach kellnert.
Wir waren an der Lagune, einer Art kuenstlicher Schwimmlandschaft direkt am Strand.
Hier geht man naemlich nicht ins Meer, weil direkt vor der Kueste der Yachthafen ist. Ausserdem hat hier bereits die Quallensaison begonnen.
Das heisst, man kann an einigen Stellen nur noch mit sogennanten Stingersuits , einer Art Neoprenanzug, schwimmen gehen, wenn man nicht von gifitgen Quallen gepiekst werden moechte.
Solche Anzuege kriegen wir auch auf unserer Segeltour, wenn wir schnorcheln gehen.
Von unserem Balkon aus kann man direkt auf die Palmen am Strand gucken, wenn wir fruehstueken :)





Am naechsten Tag sind wir mit Annas Campervan zu einem Wasserfall hier in der Naehe gefahren.
Schon allein die Autofahrt dort hin war spannend, weil die Landschaft hier so toll aussieht.
Nach ungefaehr einer halben Stunde kamen wir dann am Wasserfall an.






Nur leider hat das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht - es ist im Moment naemlich zu trocken und deshalb tropfen nur einzelne kleine Troepfchen den Fels herunter :D
Unterhalb des Abgrundes hat sich ein relativ tiefer See gebildet, der normalerweise in einen Bachlauf uebergeht und den Berg herunterlaeuft.
Trotzdem war die Landschaft dort beeindruckend und man konnte den Felsen an der Seite hochklettern und von oben auf das Tal schauen.
Im See waren ganz viele tellergrosse Wasserschildkroeten und kleine Fische; am Rand haben grosse Warane in der Sonne gelegen und ich habe einen total niedlichen blauen Vogel (den Kingfisher) gesehen, der im See Fische gefangen hat.




Der war riiiiiesig und ich bin fast draufgetreten, weil ich ihn erst nicht gesehen habe :D

Unmissverstaendliche Bildsprache :D


Nachdem wir ein paar Stunden am Wasser verbracht haben, wollten wir uns auf den Heimweg machen und haben erstmal einen kleinen Schock bekommen.
Annas 30 Jahre alter Bus ist naemlich nicht mehr angesprungen :D
Nachdem wir dann nach einigen Versuchen einen Mann, der in der Naehe geparkt hat, um Hilfe gebeten haben, hat er erstmal sein Werkzeugkoefferchen gezueckt und irgendwo herumgeschraubt - und dann lief das Auto wieder :D
In Australien muss man sich eigentlich nie Gedanken machen, wenn man irgendein Problem hat, weil alle so hilfsbereit sind.

Abends waren wir dann noch einen Cocktail trinken und sind dann ins Bett gegangen.

Heute morgen haben wir schon ausggecheckt und unsere Tasche fuer den Ausflug gepackt.
Ich freue mich schon total aufs Schorcheln und auf die Inseln - ich habe mir sogar extra fuer 20$ eine Unterwasserkamera gekauft und hoffe, dass die einigermassen etwas taugt :D

Es folgen dann ab Freitag hoffentlich wunderschoene Fotos von Unter- und Ueberwasserwelt :)

Sonntag, 14. Oktober 2012

Allein, allein ...

Nach langer Zeit kommt heute mal wieder ein Blogeintrag.

Ich bin jetzt in Ages Water, 3 Stunden ueber Hervey Bay an der Kueste und es ist mittlerweile schon wieder eine Menge passiert.
Da meine Reisepartnerin vor 3 Tagen leider eine andere Route eingeschlagen hat, als ich, bin ich jetzt naemlich alleine Richtung Norden unterwegs.

Und es ist leider garnicht so einfach, nach 2 Monaten zu zweit ploetzlich ganz allein unterwegs zu sein :/ Man unterschaetzt die Einsamkeit ganz schoen und geniesst leider alles nicht mehr so, wie man es gerne moechte, auch wenn man in jedem Hostel neue Leute trifft. Es fehlt einfach jemand, zu dem man engen Bezug hat und wenn man nicht der Typ fuers lange Allein-Sein ist, setzt einem das ganz schoen zu.
Mir ging es die letzten 3 Tage ganz schoen mies und ich konnte so gut wie nicht mehr essen, schlafen und habe viel zu viel geheult - es ging mir quasi, wie ganz am Anfang, als ich in Australien ankam.
Deswegen habe ich mich auch entschieden, meinen Rueckflug schon Mitte November, statt erst im Januar anzutreten.. einfach weil ich das ganze ja fuer mich mache und ich mich dann auch wohlfuehlen muss.

Ingesamt 3 Monate Australien sind dann auch eine lange Zeit und eine einmalige Erfahrung.
Ich freu mich aber auch tierisch auf euch daheim :)

Mittlerweile hat sich meine Stimmung gebessert und ich habe im Bus hierher ein Maedel kennengelernt, das auch bis nach Cairns hochreist.
Mit ihr habe ich jetzt eine dreitaegige Whitsundays-Insel-Tour auf einem Segelboot ab dem Kuestenort Airlie Beach gebucht. Die geht am 17. los und enthaelt Schnorchelausfluege, Inselwalks auf kleinen Inseln mit weissen Sandstraenden und so weiter und so fort :)

In den verbleibenden 4 Wochen mache ich jetzt noch alles, was ich in Australien sehen wollte:
Die komplette Ostkueste hoch bis Cairns inklusive Inseltrips, dann eventuell Ayers Rock in der Mitte und zum Schluss Sydney, von wo aus ich nach Deutschland fliege. Ich arbeite nur nicht mehr und geniesse alles, was ich hier noch erlebe, bevor es heim geht :)

Wie schon gesagt bin ich also gerade in Agnes Water; in einem suessen familiaeren Hostel voll mit Haengematten, Palmen und schoenen Zimmern.
Von hier aus kann man super surfen gehen, weil man nur 5 Minuten zum Strand laeuft und man fuer 3 Stunden Surfkurs 22$ bezahlt - was fuer australische Verhaeltnisse billig ist. Hier sind die Wellen relativ niedrig und deswegen gut fuer Anfaenger geeignet.

Genau das habe ich dann heute auch gemacht und es hat echt Spaß gemacht.
Wir waren 5 Maedels in der Gruppe und ein aelterer Chinese, der sich total tollpatschig angestellt hat und uns alle zum lachen gebracht hat :D
Nach 10 Minuten Trockenuebungen auf dem Sand. bei denen uns der total nette und gechillte Surflehrer gezeigt hat, wie man auf dem Board liegt, aufsteht und paddelt usw. ging es dann ins Wasser. Die Wellen waren heute allerdings auch suuper flach, vor allem die 2, auf denen ich auf den Fotos naeher zu erkennen bin :D

Also bitte beachten: Es war spektakulaerer, als es aussieht! :D

Ich konnte naemlich gleich beim ersten Mal stehen und es gar nicht so schwer, wie ich es mir vorgestellt hatte :)





Ich bin in der Mitte und stehe grade auf :)

 

Heute Abend geht es 9 Stunden ueber Nacht mit dem Bus nach Airlie Beach weiter.
Es wird also im Bus geschlafen, ich bin sowieso total kaputt nach dem heutigen Tag :)

Sandig-salzige Gruesse aus Australien, ich vermisse euch!

Samstag, 6. Oktober 2012

Fraser Island


Am Mittwoch morgen ging unsere 3 taegige Insel-Tour los, die wir nach unserem chaotischen Ortswechsel in einem Flyer entdeckt und gebucht haben.

Fraser Island gehoert zum Weltkulturerbe und ist die groesste Sandinsel der Welt. Dort gibt es Regenwald, kilometerlange weisse Sandstraende, Suesswasserseen und alle moeglichen Arten von Tieren; sowohl im Landesinneren (Dingos, Schlangen, Spinnen, Nage- und Beuteltiere, Papageien, Adler und andere Voegel), als auch um die Insel herum (Delphine, Haie, Wale, Rochen usw).




Wir sind zu ganz und garnicht Backpacker-freundlichen Zeiten aufgestanden, um um 7:45 mit Gepaeck vor dem Hostel zu stehen, wo uns ein Bus einer anderen Tour abgeholt hat, um uns spaeter zu unserem eigentlichen Tourbus zu bringen, weil wir die einzigen waren, die von Rainbow Beach aus gebucht hatten und wir den Rest unserer Gruppe auf der Insel treffen sollten.

Die Busse sahen aber alle gleich aus:
Es war eine Mischung aus LKW und Reisebus :D Die Fahrerkabine sah aus wie die eines großen LKWs und die Reifen waren so groß wie die von einem Traktor – das Ding faehrt aber mindestens 80km/h oder mehr. Der Passagierteil sah von innen aus wie ein Reisebus, nur geraeumiger, und hatte große Panorama-Scheiben.
Ein wahrer Maennertraum also, das hat uns der Guide auch mehrmals wissen lassen :D




Mit diesem Gefaehrt sind wir dann losgefahren bis zu einer Landzunge einige Minuten ausserhalb von Rainbow Beach, die nur noch aus weißem Sand besteht und im Meer endet.
Dort legt eine Fahere an, auf die man nur kommt, wenn man mit dem Bus teilweise durch das seichte Wasser faehrt.

 
 


Auf dem Weg dorthin haben wir drei Wildpferde gesehen, die ueber die Strasse gelaufen sind –das waren schon gleich mal die ersten wilden Tiere, die wir gesehen haben, bevor es ueberhaupt losging :D Und das ging dann direkt so weiter; als wir naemlich kurz vor der Insel waren, haben wir einen Delphin gesehen, der direkt vor dem Strand mehrmals aus dem Wasser gesprungen ist :)

Nach fuenf Minuten auf der Fahere waren wir schon auf Fraser Island angekommen, wo die Faehre wieder ohne Anlegestelle einfach am Sandsrand anlegt und man wieder durchs Wasser auf den Strand faehrt und von dort aus den Strand entlang brettert (hier sind am Strand 80 km/h erlaubt! :D Und das in einem Nationalpark). Wir sind ueber die Duenen gebrettert, dass man in den Sitzen hin und her gehuepft ist und das wurde noch viel mehr, als wir den Weg Richtung Insel-Mitte eingeschlagen haben.

Die Guides sind hier naemlich so erfahren, dass sie mit dem riesigen... Multifunktionsgefaehrt in einem Waaahnsinns-Tempo ueber Sand, Wasserlaeufe und enge Waldwege mit riesigen Loechern brettern, sodass man sich fuehlt, wie in einer Achterbahn :D

Unser erster großer Stop war der Lake McKenzie, die Hauptattraktion der Insel. Es handelt sich dabei um einen großen, glasklaren Suesswasser-See, der durch Regenwasser entstanden ist und einen schneeweißen Sandstrand hat, weil die ganze Insel ja komplett aus Sand ist. Drumherum ist ueberall Regenwald. Jedes Foto, dass ich gemacht habe, haette eine Postkarte werden koennen, weil die Natur dort so wunderschoen ist :)





 



 


Nach einer Stunde Aufenthalt sind wir weitergefahren und haben noch an einem weiteren kleineren See Halt gemacht, um dann weiter zu einem Waldabschnitt zu fahren, durch den wir eine Dreiviertelstunde gewandert sind. Der Wald war voller Lianen, Palmen, riesigen Wurzeln und Farnen. Man sieht ab und zu Geckos, interessante Spinnen und anderes Getier, aber einen Dingo haben wir leider nicht gesichtet, obwohl bei jeder Gelegenheit ein Schild davor gewarnt hat, dass man Dingos nicht unterschaetzen soll und bloss kein Essen herumliegen lassen soll, um sie anzulocken.

Gegen fuenf Uhr abends haben wir uns auf den Heimweg gemacht und kamen in unserem Resort an, welches aus mehreren Bungalows und einem Restaurant mit Bar bestand.
Unser Zimmer war eines von 4 in einem der kleinen Haeuschen auf Stelzen. Wir hatten einen Gemeinschaftsbereich mit Kueche und Terasse, was wir aber nicht genutzt haben, weil unsere Tour Buffett-Fruehstueck und -Abendessen sowie Mittagessen unterwegs beinhaltet hat.





Das Essen war lecker und die Mitarbeiter alle sehr nett, so wie unser Tour Guide Hayden auch :)

Unsere Gruppe bestand aus nur 15 jungen Leuten, was total angenehm war, wenn man bedenkt, dass der Bus fuer 40 Personen ausgerichtet ist. So konnte man sich besser kennenlernen und man hatte nicht immer so einen Menschenauflauf, wenn man irgendwo ausgestiegen ist.

Es waren hauptsaechlich Englaender dabei, zwei Australierinnen, zwei Israelis und 4 Deutsche.
Wir haben uns alle gut verstanden und unser Tourguide hatte uns nach 3 Tagen schon ins Herz geschlossen und versucht, uns all sein Insiderwissen mitzuteilen und die Attraktionen auf er Insel dann aufzusuchen, wenn nicht so viele Touristen da waren :D
Er hat uns dann auch einen Look-Out gezeigt, von dem aus wir einen wuuunderschoenen Sonnenuntergang ueber dem Meer beobachten konnten.


 



 
 




Am naechsten Tag sind wir an den oestlichen Strand der Insel gefahren und haben zuerst an den coloured sands angehalten.
Das sind riesige Felsen am Strand aus komprimiertem Sand, der mehrere Rot-, Orange- und Gelbtoene hat und deswegen faszinierend aussieht :)


 

Von dort aus konnte man einen Rundflug mit einer kleinen Propellermaschine ueber die Insel machen, was ich echt gerne gemacht haette.. wenn es nicht $70 fuer 15 Minuten gekostet haette :D




Einige von unserer Gruppe haben den Rundflug gemacht und der Rest ist weitergefahren zu den Champaign-Pools.
Die heissen so, weil es eine seichte Bucht am Strand ist, die durch flache Felsen vom offenen Meer teilweise abgetrennt wird und somit die Wellen gegen die Felsen krachen und das Wasser schaeumend in die Bucht spuelen.

Das Wasser ist dort auch viel waermer, weil es so flach ist. Man konnte auf weissem Sand in klarem Wasser liegen und den Wellen zugucken :)
Hinter den Felsen sind Rochen und grosse Fische vorbeigeschwommen, die man total gut erkennen konnte, weil das Wasser so klar war.
Unser Guide meinte, dass um die Felsen herum auch oft Haie schwimmen und wir deshalb bitte nicht ins offene Meer huepfen sollten :D

 

 
 


Nach einer Stunde baden und sonnen sind wir weiter zum Indian Head gefahren, einem großen Felsen, der ueber das Meer ragt. Von dort aus konnte man bis an den Abgrund gehen und ein paar Meter tief ins Meer gucken, wo Manta-Rochen und Wale herumgeschwommen sind. Es war soo faszinierend, ein so riesiges Tier so nah am Felsen vorbeischwimmen zu sehen.
Leider ist ausgerechnet Eileens Speicherkarte, auf der die schaetzungsweise 1 Millionen Walbilder drauf sind, kaputt und die Bilder lassen sich nicht auf den PC ziehen :(
Wenigstens war das Rochenbild noch da.








Nach diesem Erlebnis ging es zu dem bekanntesten Suesswasserfluss, der auf dem hoechsten Punkt der Insel durch Regenwasser entsteht und die Insel herunterlaeuft, bis er am Strand ins Meer muendet. Das Wasser ist - wie ueberall auf und um diese Insel :D – ganz klar. Man kann den Fluss hochlaufen, weil er nur hoechstens einen Meter tief ist und laeuft dabei durch Regenwald.
An der Muendung kann man auch baden, weil er dort relativ breit wird.




Anschliessend haben wir das Schiffswrack der S.S. Maheno besichtigt. Das war Anfang des 19. Jahrhunderts zuerst ein Passagierschiff und dann waehrend des Kriegs ein Krankenhausschiff, das in einem Sturm direkt am Strand von Fraser Island auf Grund gelaufen ist. Es gab aber keine Toten, soweit ich das verstanden habe :P
Jedenfalls liegt das Wrack dort bis heute und ist eine Attraktion geworden.
Auf dem Wrack laufen ueberall grosse Krabben herum, die die Algen essen, total goldig :)



 



Wir hatten einen total schoenen zweiten Tag mit wolkenlosem Himmel und strahlender Sonne :)



Am dritten und letzten Tag haben wir uns zu einer riiiiesigen Sandduene aufgemacht, die eine Lichtung zwischen all den Baumen bildet. Darauf sind wir dann zu einem Stausee gewandert, der durch die Sandduene entstanden ist. Man laeft den steilen Sandabhang am Ende herunter, der einfach in einem großen See endet; es sieht fast aus wie eine Oase in der Wueste.


 
 
 



Am See haben wir wieder eine Badepause eingelegt. Ich hab mich aber nicht so weit reingetraut, weil in dem See ein paar riesige Welse waren und ich grosse Fische an meinem Fuessen gruselig finde :D
Schliesslich sind wir dann den Bachlauf entlang gelaufen, der den See bildet und sind durch den Wald wieder zum Bus zurueck gewandert. Auf dem Weg haben wir zwei Schlangen, einige Geckos und Spinnen getroffen :D






Die letzte und schoenste Station war der Lake Birrabeen.
Auch hier handelt es sich wieder um eine riesige Ansammlung von Regenwasser im weissen Sand, der von Regenwald umgeben ist. Aber wenn man am Rand des Sees steht und ueber die verschiedenen Blautoene des Wassers, auf den Wald und den Himmel schaut, kriegt man echt Gaensehaut, weil die Natur so schoen sein kann :)




Baby Frosch :)






Nach dem Aufenthalt am Lake Birrabeen sind wir zurueck zum Resort gefahren und haben von dort aus die Faehre nach Hervey Bay genommen.



 
Alles in allem war die Tour wirklich ihr Geld wert, die Gruppe und der Guide waren super und die Insel wunderschoen!

Hier sind wir jetzt in einem Hostel, was bis jetzt das schoenste von allen ist.
Die Aufenthaltslounge mit offener Kueche ist sehr weitlaeufig und hell und hat eine Terasse, von der aus man auf einen schoenen Pool guckt.
Alles ist sehr sauber, hell und schoen eingerichtet, wie man es von einem Hostek garnicht gewohnt ist.
Einzige Ausnahme ist das Bad, das ist leider genauso fleckig und dreckig wie in allen anderen Hostels... :D

Wir haben hier zwei Naechte gebucht und nach so viel Gewandere, Geklettere und Frueh-Aufstehen erstmal entspannt am Pool und am Strand gelegen und uns ueber unsere Braeune gefreut :D

Morgen entscheiden wir dann, wo wir als naechstes hinwollen.